Die Rückkehr des Wolfes
Veröffentlicht: Montag, 09.12.2024 12:49
Über mehr als einhundert Jahre war der Wolf bei uns in Siegen-Wittgenstein ausgestorben. Vor zehn Jahren tappte dann ein Wolf in eine Foto-Falle im Siegener Wald. Seitdem gab es aber nur drei weitere Sichtungen.
Wann kehrt der Wolf nach Siegen-Wittgenstein zurück? In diesem Jahr gab es keine einzige Sichtung und auch keinen Hinweis, etwa durch ein gerissenes Reh. Das hat uns Manfred Gertz, der Leiter des heimischen Fortsamts auf Radio Siegen-Nachfrage gesagt. Gertz rechnet trotzdem mit der Rückkehr des Wolfes und sieht – anders als viele heimische Jäger und Nutztierhalter – darin sogar einen Vorteil.
Diese Nutztiere gibt es bei uns aber. Vor allem Schafe. Da auf dem Westerwald im Bereich Daaden der Wolf bereits wieder sesshaft geworden ist, gilt Siegen-Wittgenstein als Pufferzone. Nutztierhalter werden hier finanziell unterstützt. Bessere Zäune und Herdenschutzhunde werden bezuschusst. Einen 100%igen Schutz bieten beide aber nicht. Auch deshalb plant die EU, den Abschuss von sogenannten Problem-Wölfen zu erleichtern. Als Problem-Wölfe gelten z.B. Wölfe, die lernen, hohe Zäune zu überwinden oder die Scheu vor dem Menschen verlieren.
Der Landesjagdverband warnt seine Jäger aber, solche Tiere im Fall der Fälle zu erlegen. Selbst wenn ein richterlicher Beschluss das erlaube. Hintergrund seien Haftungsgründe, hat uns Andreas Schneider, der Pressesprecher des Verbandes im Radio Siegen-Interview gesagt.
Hier müsste der Gesetzgeber dringend nachjustieren.