Metallindustrielle in Siegen-Wittgenstein schlagen Alarm
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.01.2025 09:45
Am Mittwoch versammeln sich rund 50 Wirtschaftsverbände in Berlin, um beim Wirtschaftswarntag ihre Forderungen an die Politik zu präsentieren. Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer vom Verband der Siegerländer Metallindustriellen will die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland verbessern.
Die heimischen Metallindustriellen verlangen eine Reduzierung der Steuerbelastung, weniger Bürokratie, gedeckelte Sozialabgaben, niedrigere Energiekosten und mehr Flexibilität im Arbeitsrecht. Diese Maßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen stärken und Arbeitsplätze sichern, sagt Dr. Doublet am Mikrofon von Radio Siegen. Sein Verband hatte bereits im Vorfeld zu einer Pressekonferenz eingeladen.
Auch "unbequeme" Forderungen
Dr. Thorsten Doublet warnt vor den Folgen der aktuellen Bedingungen für die Industrie in Siegen-Wittgenstein und verlangt auch unbequeme Maßnahmen - wie etwa weniger Urlaub und kein voller Lohnausgleich im Krankheitsfall. Bernd Peter Dahmen von der SIEGENIA-GRUPPE fordert eine Wirtschaftswende und eine Reform des Bürgergeldes, um die Motivation zur Arbeitsaufnahme zu erhöhen.
Organisatoren und Unterstützer
Die Kundgebung in Berlin wird vom „Aktionsbündnis Wirtschaftswarntag“ und der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)“ organisiert. Die breite Allianz der Verbände unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf in der Wirtschaftspolitik.
Um auf den Protest aufmerksam zu machen, werden einige heimische Betriebe heute Banner aushängen - etwa bei EJOT in Bad Berleburg oder auch bei den Deutschen Edelstahlwerken in Geisweid.