Ermittlungen nach mutmaßlichem Hitlergruß bei Irle-Brauerei

Radio Siegen

Ermittlungen nach mutmaßlichem Hitlergruß bei Irle-Brauerei

Beim Public Viewing in der Siegener Irle-Brauerei soll am Samstag (20.06.) ein Mann den Hitlergruß gezeigt haben. Nun ermittelt der Staatsschutz und die Brauerei reagiert mit Entsetzen.

© Radio Siegen (Archivfoto)

Die Geschäftsführung der Brauerei hat bereits Konsequenzen für den Unbekannten angekündigt.

Staatsschutz ermittelt

Während der Nationalhymne beim Fußball-Spiel am Samstag (20.06.) soll ein Mann auf dem Gelände der Irle-Brauerei den Hitlergruß gezeigt haben. Dem Staatsschutz liegt ein Video der Tat vor, das derzeit ausgewertet wird. Das sagt ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage von Radio Siegen. Die Identität des mutmaßlichen Täters sei aktuell noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Brauerei entsetzt

Irle-Geschäftsführer Jens Bombosch reagierte gegenüber Radio Siegen fassungslos auf die Ereignisse während der Übertragung. Die Brauerei hat zuvor bei Facebook und Instagram angekündigt, alle rechtlichen Mittel gegen die betreffende Person auszuschöpfen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern. Das Unternehmen betont in einer Stellungnahme ausdrücklich seine Werte wie Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander.

„Das Irle Brauhaus steht für Vielfalt, Toleranz und ein friedliches, offenes Miteinander. Für Nazis, rechtsextremes Gedankengut und verfassungsfeindliche Symbole gibt es bei uns nicht den geringsten Platz.“ - Jens Bombosch, Geschäftsführer Irle Brauerei

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Harte Strafen drohen

Das Zeigen des Hitlergrußes ist in Deutschland eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Die Brauerei hat für den Unbekannten bereits ein dauerhaftes Hausverbot ausgesprochen und unverzüglich eine Strafanzeige erstattet. Das Team der Brauerei arbeitet nun nach eigener Aussage eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Identifizierung der Person zu unterstützen.